Montag, 11. August 2014

Stage 2 Brno (Tschechien) - irgendwo in der Puszta (Ungarn)

10.08.2014 (496 km)

Wir wachen ausgeruht in unserem traumhaft ruhigen Hotelzimmer auf und frühstücken pünktlich um 8.00 Uhr mit den Franken Schleichern und dem Atlantis Cruiser. Es wird einfacher sein wenn wir die Jungs mal taufen. Tom und Uwe sind die Franken Schleicher in einem 124er Mercedes ( Startnummer 8 ) und Carsten fährt mit einem BMW Motorrad mit der Startnummer (00)7.
Um 09.00 Uhr starten wir planmäßig und Charlotte legt eine Navigationsmeisterleistung hin um uns aus der Stadt zu führen ohne dabei eine Autobahn zu nutzen. Wir stoppen kurz in einem Waldstück an der Moto GP Rennstrecke von Brünn. Schon im Hotel hatten wir eine komplette Boxencrew gesehen und die Motorengeräusche der Rennmaschinen locken uns an die Strecke. Cooler Fotopunkt. Wir befinden uns direkt hinter einem kleinen Turm für Streckenposten und schauen ein wenig den Aufwärmrunden zu.
Weiter geht es, wir ahnen schon, dass wir uns für touristische Ausflüge nicht allzu viel Zeit nehmen können. Das Roadbook wird uns auf der Tour für möglichst viele Länderbesuche und damit verbundene Länderaufgaben belohnen. Weil wir am gestrigen Tag einen Polenbesuch mit einem gestellten Triathlon-Foto ausgelassen haben müssen wir heute Anschluss finden. Von Tschechien geht es deshalb nach Österreich um dort an einem öffentlichen Ort einen Wiener Walzer zu tanzen. Hey, als Gold-Star-Tänzer ist das doch kein Problem für mich!
Alle zusätzlichen Länder, die nicht direkt zur der Strecke der Rallye gehören, müssen an dem Grenzschild mit einem Teamfoto dokumentiert werden.
Der landschaftliche und bauliche Übergang von Tschechien nach Österreich ist kaum merklich. Wir befahren die Grenzregion und haben unser Tänzchen auf einem Tankstellengelände. Ja ja, die Fotos wird es noch zu sehen geben, derzeit aber schon auf unserer Facebookseite.
Natürlich, ich vergaß es zu erwähnen, befand sich auch wieder eine Büroklammer an unserem Roadbook. Der erfahrene Leser ahnt es nun schon, wir sind wieder im internationalen Tauschhandel unterwegs. In Tschechien wandele ich die Klammer in ein Schreibset (Kuli und Bleistift) um. Wir werden sehen, was daraus noch so wird. Während ich diese Zeilen am dritten Tag in das SONY Tablet tippe, sind wir schon stolze Besitzer einer Sonax Insektenentfernertinktur nebst Mikrofasertuch.
Von Österreich aus geht es recht schnell in die Slowakei in Richtung Bratislava. Auf der Suche nach einem bestimmten einheimischen Schnaps (angeblich mit einem Gin Charakter) verschlägt es uns in einen Supermarkt. Wir kaufen dort nicht nur den erforderlichen Schnaps, sondern auch eine Monster-Bierflasche und eine Wasserflasche zum Umfüllen. Beäugt von der einheimischen Obdachlosenszene entleeren wir vor dem Supermarkt die Wasserflasche und füllen den Ersatz-Gin dort hinein. Schließlich soll wieder eine Flaschenpost entstehen, die wir später in Bratislava in die Donau werfen werden.
In Bratislava angekommen gönnen wir uns hier eine Verflegungspause direkt an der Donau neben dem historischen Altstadtkern. Die S.A.C. Postkarte wird gebastelt und geschrieben und ab geht das Ding mit einem gekonnten Wurf in den reißenden Fluss. Wir sind sehr gespannt ob sich jemand bei uns melden wird!
Weiter geht es entlang der wunderschönen Donau in Richtung Ungarn. Wir wollen dort die erste S.A.C. Party Location mitten in der Pusta möglichst bis 18.00 Uhr erreichen. Schon zum Nachmittag wird uns klar, dass wir das zeitlich nicht schaffen können.
Wir queren zweimal die Donau. Das erste Mal beim Grenzübergang nach Ungarn über eine sehr geniale Brücke bei Estagom und später mit einer Fähre Richtung Vac.
Die letzte Phase des Tages streckt sich quälend lange über endlose Landstraßen dahin. Immer wieder Ortschaften. Wir fahren im Schnitt nicht schneller als 60.
Hungrig erreichen wir gegen 21.30 Uhr die Party Location mitten in der Pampa. Hier gibt es rein gar nichts außer einem Badesee und einer verrückten Truppe von Ungarn, die uns gleich noch in den rollenden Wagen einen esten Schnaps reichen. Palinka heißt das Zeug. Es wird Kopfschmerzen verursachen!
Immer mehr Teams treffen ein und es wird ein geselliger Abend bei Gulaschsuppe, Bier und...ja, Palinka! Später stellt sich heraus, dass der Chef der Catering Crew der örtliche Polizeichef ist. Uns wird nichts geschehen, das steht mal fest.

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